EU-Studie: Open Source soll weiter gefördert werden

Eine aktuelle Studie der Europäischen Kommission kommt zm Ergebnis, dass aktuell verfügbare Open-Source-Software mit Qualitätsanspruch etwa 12 Milliarden Euro an Investitionen verschlänge, hätten Unternehmen sie selbst entwickeln wollen. Die Autoren empfehlen daher, dass die EU Freie Software weiterhin fördert, da europäische Unternehmen wirtschaftlich davon profitieren.

Konkret untersuchte das Team unter der Leitung der Universität von Maastricht europäische Organisationen, die eine Migration auf Linux geplant oder bereits durchgeführt haben. Dazu gehörten unter anderem das Beaumont Hospital in Irland, die spanische Region Extremadura oder die italienische Stadt Bozen. Durch den Einsatz freier Software ermittelten die Forscher ein Einsparpotenzial von 36 Prozent in Forschung und Entwicklung, was die Unternehmen für weitere Innovationen nutzen könnten. Freie Entwickler bringen rund 131.000 Arbeitsjahre zusammen, was laut Studie einem freiwillig erbrachten Wert von 800 Millionen Euro entspricht.

Zusätzlich hätten auch Firmen etwa 1,2 Milliarden Euro in Software investiert, die anschließend frei zugänglich gemacht wurde.Die Studie aus dem November 2006 wurde erst jetzt veröffentlicht und trägt den sperrigen Titel „Economic impact of open source software on innovation and the competitiveness of the Information and Communication Technologies (ICT) sector in the EU“. Sie kann jetzt kostenlos auf der Webseite der Europäischen Kommission [1] heruntergeladen werden.

[1] http://ec.europa.eu/enterprise/ict/policy/doc/2006-11-20-flossimpact.pdf

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