Lesbischwule Polizeieinheit für Zürich?

Im Zusammenhang mit den neuen homophoben Tendenzen in der Stadt fühlen die Gemeinderäte Martin Abele (Grüne) Anja Recher (AL) und Peider Fili (AL) der Stadtregierung auf den Zahn. Unter anderem schlagen sie vor, eine Lesbischwule Polizeieinheit zu prüfen.

In drei Anfragen wollen die von der Stadtregierung wissen, wie es um die Gleichbehandlung in der Partyszene, die Gewalt gegen Schwule in Zürich und um den Umgang der Polizei mit den sexuellen MInderheiten steht. Hintergrund sind einerseits die aus der Szene gemeldet verstärkte Präsenz der Polzei namentlich in der schwulen Party-Szene und in den Cruising-Aeras mit für die Betroffenen oft demütigenden Begnungen mit den Gesetzeshütern. Die drei StadtparlamentarierInnen wollen aber auch wissen, ob es Hinweise für vermehrte Gewaltübergriffe gegen die Szen gibt, was allenfalls dagegen getan wird und wie das Polizeipersonal auf die speziellen Schutzbedürfnisse von Lesben und Schwulen vorbereitet werden, namentlich nachdem die Sensibilisierungslektionen aus der Polizeiausbildung gestrichen worden sind.

Im Zusammenhang mit einer lesbischwulen Polizeieinheit sagte Martin Abele gegenüber 20 Minuten, viele Schwule hätten grosse Hemmungen, sich der Polizei anzuvertrauen, wenn sie beispielsweise Opfer von anti-schwuler Gewalt geworden seien. Zudem könnte eine homosexuelle Polizeieinheit jeweils bei Kontrollen in Schwulenclubs oder Sextreffpunkten in Parks eingesetzt werden. «Dazu müsste die Stadtpolizei gezielt Schwule und Lesben einstellen oder Gays einsetzen, die bereits zum Korps gehören».

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