Blutspenden: Österreichs Gesundheitsministerin will Klarheit

Die österreichische Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky will sich dafür einsetzen, dass Schwule nicht mehr automatisch von der Blutspende ausgeschlossen werden.

Zum Weltblutspende-Tag kündigte die Ministerin an, dass sie mit der Vertretung des österreichischen Roten Kreuzes und der Blutkommission über den sachlich nicht korrekten Totalausschluss offen schwuler Männer verhandeln will.

Obwohl die österreichische Blutspendeverordnung klar und deutlich festlegt, dass BlutspenderInnen auf Risikoverhalten zu befragen sind, schliesst das Rote Kreuz Menschen nicht auf Grund von risikoreichem Verhalten aus sondern weil sie – irgendwann in ihrem Leben – einmal einen homosexuellen Kontakt hatten.

Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) praktiziert dies ebenfalls, obwohl auch die schweizerische Blutspende-Verordnung dies so nicht vorsieht, und gegen eine ausdrückliche Empfehlung des Bundesrates.
Zum Weltblutspende-Tag beklagte sich das SRK im Übrigen über mangelnde Blutspenden.

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