Moskau droht erneut mit Gewalt

Moskau erteilt seinen Lesben und Schwulen erneut eine Abfuhr. Eine für 1. und 2. Mai geplante Reihe von Veranstaltungen und Aktionen wurde unter Gewaltandrohung verboten.

Die Stadtregierung wird entschieden und kompromisslos gegen solche Versuche vorgehen, weil die absolute Mehrheit der Bevölkerung den Lebensstil der Schwulen und ihre Philosophie nicht duldet», sagte Behördensprecher Sergej Zoj nach einem Bericht von 20Minuten vom Mittwoch.«Wenn dafür Gewalt nötig ist, wird sie angewendet», ergänzte er.

Das Verbot diene auch dem Schutz der Homosexuellen vor Angriffen aus dem rechtsextremen oder russisch-orthodoxen Spektrum, erklärte Zoj. «Es könnte Blut fliessen, und das nützt doch keinem.» Die Stadt müsse die Interessen aller ihrer Einwohner berücksichtigen.

In Russland wird Homosexualität zwar nicht mehr strafrechtlich verfolgt, ist jedoch gesellschaftlich geächtet. Das russische Wort für Homosexualität, Njedostatoschnost, bedeutet übersetzt "Unzulänglichkeit". Anlässlich von Kundgebungen wurden Schwule und Lesben in der Vergangenheit namentlich von Rechtsextremen, orthodoxen Organisationen und auch der Polizei massiv attackiert.

(Quelle: 20Minuten -> Pink Cross)