17. Mai: Internationaler Tag gegen Homophobie: Amnesty-Aktionen in Zürich

Mit einer Plakataktion in Zürcher Trams und Präsenz in der Zürcher Innenstadt macht die Gruppe Queeramnesty von Amnesty International am 17. Mai auf die weltweite Verfolgung aufgrund der sexuellen Orientierung aufmerksam.

In über 70 Ländern ist die Homosexualität verboten und wird strafrechtlich verfolgt. Weltweit werden täglich Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert, kriminalisiert, eingesperrt und hingerichtet. Mit hundert Plakaten «Stopp Homophobie» in Zürcher Trams macht  Queeramnesty, die Gruppe für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender der Schweizer Sektion von Amnesty International (AI) daran, dass as Recht, die eigene sexuelle Orientierung zu leben, zum Kern der Menschenrechte gehört. Die Plakate sind seit dem 12. Mai im Aushang. Im Vergleich zu anderen Ländern ist die Lage in der Schweiz weniger gravierend. Dennoch bleibt Homophobie ein Problem: Sie zeigt sich vor allem im Alltag, in der Familie, in der Schule oder am Arbeitsplatz. Bezeichnend ist die Verwendung des Begriffs «schwul» als Schimpfwort. Betroffene leiden erheblich an ihrer homophoben Umwelt – dies besonders ausserhalb der urbanen Zentren. Noch immer liegt die Selbstmordrate von homosexuellen Jugendlichen weit über dem Durchschnitt. Im letzten Jahr gab es in der Schweiz mehrere homophob motivierte Gewaltvorfälle. Daran erinnert die Gruppe Queeramnesty von Amnesty International mit Strassenaktionen am 17. Mai. Von 10 bis 17 Uhr ist sie an der Zürcher Bahnhofstrasse (Pestalozzi-Wiese) und am Hirschenplatz präsent.

Quelle: Pink Cross