HIV/Aids-Patienten droht Ausschluss aus dem Gesundheitssystem

PINK CROSS: Krankenversicherungsartikel nein!

"Qualität und Wirtschaftlichkeit in der Krankenversicherung" verspricht der Verfassungsartikel, über den am 1. Juni abgestimmt wird. Wirtschaftlich wirds höchstens für die Krankenkassen. Die Qualität könnte dagegen ganz auf der Strecke bleiben. Chronisch-Kranken, namentlich auch HIV/Aids-PatientInnen, droht der Ausschluss aus dem Gesundheitssystem.

Die Neuerung, die am 1. Juni zur Abstimmung steht, ermöglicht die Einführung der Vertragsfreiheit der Kassen gegenüber ÄrztInnen, Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen. Ausserdem ermöglicht sie die Aufhebung des Kassenobligatoriums. Für HIV/Aids-PatientInnen und andere chronisch Kranke kann eine Aufhebung des Obligatoriums den Ausschluss von der Krankenversicherung und damit vom Gesundheitswesen bedeuten.

Haben Kassen zudem die Freiheit, nur noch Leistungserbringer unter Vertrag zu nehmen, die in ihren Augen günstig arbeiten, kann dies den Ausschluss all jener Fachpersonen und Facheinrichtungen bedeuten, die z.B. chronische, kostspielige Krankheiten behandeln.

Die Schweizerische Schwulenorganisation PINK CROSS empfiehlt deshalb dringend, ein Nein in die Urne zu legen und damit tatsächlich Qualität und Wirtschaftlichkeit in der Krankenversicherung zu retten.

Quelle: Pink Cross