Yogyakarta-Prinzipien auf deutsch

Die Yogyakarta-Prinzipien sind die erste systematische Gesamtschau auf die Menschenrechtsgewährleistung für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender. Sie wurden im November 2006 von namhaften internationalen Menschenrechtsexpertinnen und -experten auf einer Konferenz im indonesischen Yogyakarta entwickelt. Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung in Köln hat sie nun auf deutsch veröffentlicht.

In vielen Regionen dieser Welt werden die Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender noch mit Füßen getreten. In 85 Staaten ist gleichgeschlechtliche Liebe strafbar, in mindestens sieben Ländern der islamischen Welt droht sogar die Todesstrafe. Vielerorts sind staatliche Behörden zudem an der Unterdrückung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender beteiligt und verweigern ihnen jeglichen Schutz vor Anfeindungen und Gewalt. Auch in Europa schlägt Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender mitunter noch Hass entgegen. Die Behörden einiger Staaten versuchen, sie in die gesellschaftliche Unsichtbarkeit zu zwingen und ihnen das Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit wie auf freie Entfaltung der Persönlichkeit abzusprechen.

Gegen dieses Unrecht setzen die Yogyakarta-Prinzipien klare Massstäbe für eine konsequente Menschenrechtspolitik auf internationaler wie nationaler Ebene.Ihr wichtigstes Anliegen ist die Bekämpfung von Gewalt und strafrechtlicher Verfolgung von Homosexualität. Das Themenspektrum umfasst aber auch den Zugang zu Bildung, das Recht auf Familiengründung, Versammungsfreiheit, Asylrecht und vieles mehr. Es werden 29 Prinzipien formuliert und den Staaten präzise Empfehlungen unterbreitet, wie diese umzusetzen sind.

"Die Yogyakarta-Prinzipien. Prinzipien zur Anwendung der Menschenrechte in Bezug auf die sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität" sind  Band 1 der Schriftenreihe der Hirschfeld-Eddy-Stiftung, Postfach 103414, 50474 Köln, mail@hirschfeld-eddy-stiftung.de , www.hirschfeld-eddy-stiftung.de

Quelle: Newsletter Pink Cross