Lesben und Schwule fordern aktivere Schweiz

Die Schweizer Dachorganisationen der Lesben und Schwulen, LOS und PINK CROSS, freuen sich über die starke Bekräftigung der Menschenrechte auch im Bereich sexuelle Orientierung und Identität im Rahmen der UNO-Generalversammlung (Details: www.pinkcross.ch )

Sie bedauert gleichzeitig, dass solche Initiativen nie von der Schweiz ausgehen und die Schweiz Mitschwimmerin bleibt. Als Hüterin der Menschenrechte würde der Schweiz ein aktiveres Auftreten für die Rechte der Homo-, Bi-, Trans-, und Intersexuellen auf dem internationalen Parkett ebenso anstehen wie eine sorgfältigere Politik auf der nationalen Ebene.

Die Schweizerische Schwulenorganisation PINK CROSS und die Lesbenorganisation Schweiz LOS haben kein Verständnis dafür, dass die Schweiz sämtliche Empfehlungen zur sexuellen Orientierung und Identität, welche ihr im Zusammenhang mit der regelmässigen Menschenrechtsüberprüfung (UPR) im Frühling gemacht worden sind, abgelehnt hat.

Übereinstimmend mit diesen Empfehlungen fordern LOS und PINK CROSS

  • einen Diskriminierungsschutz auf gesetzlicher Ebene
  • Programme, die der Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung und Identität entgegenwirken.
  • eine grundsätzlich aktivere Integrationspolitik für alle Lebensbereiche.

 

Statement pro und Statement kontra

Die Prinzipien der allgemeinen Menschenrechtserklärung gelten für alle, ungeachtet ihrer sexuellen Orientierung und Identität. 66 Nationen haben am 18. Dezember an der UNO-Generalversammlung in New York ein entsprechendes Statement unterstützt. Dies ist das erste Mal, dass ein Statement, welches Rechtsmissbrauch gegen Homo-, Bi-, Trans- und Intersexuelle der UNO-Vollversammlung vorgelegt wurde.

Argentinien hatte das Statement eingebracht, eine überregionale Staatengruppe, darunter Brasilien, Kroatien, Frankreich, Gabun, Japan, die Niederlage und Norwegen, koordinierte die Unterzeichnung des Entwurfs.

Ein Gegentext hinter dem die Organisation der Islamischen Konferenz steht, wurde von 60 Staaten gezeichnet. Der Text bekennt sich zwar ebenfalls zu den Prinzipien der Nichtdiskriminierung und Gleichheit, will aber „bestimmte Personen“ ausdrücklich ausgeschlossen haben.

Quelle: Pink Cross