„Viel erreicht – noch mehr zu tun“

40 Jahre Stonewall – 40 Jahre neue lesbischwule Bewegung

„Viel erreicht – noch mehr zu tun“

Die Stonewall-Krawalle von 1969 in New York stehen für den Anfang der modernen Lesben- und Schwulen-Bewegung, auch in der Schweiz. Die Dachorganisationen der Lesben und Schwulen in der Schweiz stellen das Jahresthema „Viel erreicht – noch mehr zu tun“.

Was genau passiert ist, an jenem 28. Juni 1969 im Stonewall-Inn an der Christopher Street in New York, ist längst legendenhaft verschwommen. Fakt: die Razzia, mit welcher die Polizei an jenem Tag einmal mehr die Kundschaft dieser Bar schikanierte, lief aus dem Ruder. Lesben, Schwule und Transsexuelle ergriffen Steine, die Polizei irgendwann die Flucht. Beginn oder Ausdruck eine neuen Selbstbewusstseins, das lässt sich im Rückblick nicht eindeutig sagen. Der Funken aber flog, und bereits im Juni 1970 zelebrierten erste Christopher-Street-Days (CSD) das neue lesbischwule Lebensgefühl, den Stolz sich zu sein, die Pride.   

Viel erreicht
Das neue an der sogenannten modernen lesbischwulen Bewegung, als deren Erbinnen sich die Lesbenorganisation Schweiz und PINK CROSS verstehen war das öffentliche und politische Engagement für eine Gesellschaft, in der sexuelle Orientierung und Identität für Rechte, Würde und Ansehen keine Rolle mehr spielen. Das Partnerschaftsgesetz ist das sichtbarste Zeichen der gesellschaftlichen Veränderung, welche dieses Engagement erreicht hat.  

… noch mehr zu tun
Homosexualität ist aber in namhaften Teilen unserer Gesellschaft weiterhin ein Tabuthema. LOS und PINK CROSS und ihre Partnerorganisationen arbeiten namentlich auf einen selbstverständlichen Umgang mit dem Thema in Schule und Erziehung sowie im Bereich Arbeit und Familienrecht. Auch im schweizerischen Diskriminierungsdiskurs müssen sexuelle Orientierung und Identität endlich Einzug halten. Während der Schweiz vergleichbare Staaten längst Programme und Schutzbestimmungen im Bereich der sexuellen Orientierung und Identität kennen, haben amtliche und gemeinnützige Akteure in der Schweiz immer noch Mühe, sich das Diskriminierungspotential dieses Gesellschaftssegments überhaupt einzugestehen.  

EuroPride09
LOS und PINK CROSS danken dem Verein Gay Pride CSD-Zürich für seine Initiative, die
EuroPride in diesem speziellen Jahr nach Zürich zu holen und wünschen dem dafür
gegründeten Verein Europride09 viel Erfolg. 

Pressemitteilung von LOS und PINK CROSS