«Facebook ist gefährlich»

Facebook erhebt neu selbst nach der Auflösung von Nutzer-Accounts Anspruch auf die Weiterverwendung von Bildern und Texten. Die Leser von Bernerzeitung.ch/Newsnetz sind verärgert.

Nach der Änderung der Nutzungsbedingungen kann das weltweit grösste soziale Netzwerk nun auch nach der Löschung eines Nutzer-Kontos die von den Mitgliedern geschaffenen Inhalte «nutzen, kopieren, veröffentlichen, streamen, speichern, aufbewahren, scannen und umformatieren». So steht es seit dem 4. Februar in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Die Nutzung der von den aktiven Mitgliedern gelieferten Inhalte war Facebook bereits nach den alten Nutzungsbedingungen erlaubt.

«Die Nutzer haben keine Kontrolle mehr über Facebook-Inhalte»

Einmal publiziert, können selbst Jahre nach einer vermeintlichen Löschung wieder Texte und Bilder auf Facebook auftauchen. Der Eidgenössische Datenschutzbeauftragte kritisiert diese Änderung scharf.

175 Millionen – so viele Frauen und Männer sind Mitglieder bei Facebook. Das hat das grösste soziale Netzwerk am Montag stolz verkündet. Weniger offen hat das Unternehmen die Änderung der Nutzungsbedingungen kommuniziert. Bislang galt: Was immer auch Facebook-Mitglieder auf ihre Profilseite stellen – ob Adressen, Fotos oder Videos – Facebook kann damit machen, was es will. Seit dem 4. Februar verzichtet der Facebook-Nutzer nun selbst dann auf das Nutzungsrecht, wenn er seinen Eintrag gelöscht hat.

Im Detail: Facebook sichert sich «eine unwiderrufliche, unbefristete, nicht-exklusive, übertragbare, vollständig bezahlte, weltweit gültige Lizenz (…)», die es dem Konzern gestattet, die von den Nutzern geposteten Inhalte «benutzen, kopieren, veröffentlichen, streamen, speichern, zurückbehalten, öffentlich aufführen oder darstellen, übertragen, scannen, formatieren, verändern, bearbeiten, übersetzen, auszugsweise veröffentlichen, anpassen, in derivativen Produkten verarbeiten und über verschiedene Wege verteilen» zu dürfen. Zusätzlich hat sich Facebook das Recht gesichert, mit den von den Mitgliedern gelieferten Inhalten zu werben.

Quelle: BZ: 

Mein Fazit: Bye bye Facebook!