Namibia, 7.-22.3.14

Fr., 14.3.14, Etosia Nationalpark
Tagwacht um 05.45 Uhr. Nach dem Morgenessen führte uns Erich, unser Tourguide, durch den 22’000 km2 grossen Etosia Park. Mit dem Spezialfahrzeug zeigte er uns die einheimischen Tiere: Zebras, Giraffen, Kudus, Orynx, Hyänen, Strausse, Springbock und Rhinozeros. Noch wollten wir Elefanten sehen. Leider fanden wir sie aber nicht. Einmal waren wir nahe dran, aber von den Dickhäutern keine Spur. Nach der stündigen Suche stiessen wir noch auf unser Highlight: ein männlicher Löwe sass etwas abseits der Strasse und wurde von zahlreichen Giraffen und Zebras beobachtet. Scheinbar war er aber gesättigt und beobachtete gelangweilt das Geschehen um ihn.
Nach der sechsstündigen Ausfahrt stärkten wir uns bei einem Mittagessen und verbrachten den Nachmittag am Pool.

Sa., 15.3.14, Etosia Nationalpark-Nähe Khorixas

Beim Sonnenuntergang
Beim Sonnenuntergang

Nach dem Morgenessen verabschiedeten wir uns von der Omuga Lodge und fuhren durch den Etosia Park Richtung Westen. Vereinzelt sahen wir wieder die gestern gesehenen Tiere. Die Fahrt verlief gut.
Am Andersson’s Gate liessen wir den Park hinter uns, nachdem wir die Park-Formalitäten absolvierten.
Weiter gings Richtung Khorixas. Zeitweise goss es wie aus Kübeln.
Ca. 20 km vor der Ortschaft bogen wir ab und checkten in der Damara Mopane Lodge ein. Die Unterkünfte bestehen aus einzelnen kleinen Häuschen mit kleinen Vorgärten. Hier werden die Pflanzen für die Mahlzeiten angesetzt. Die Anlage sieht wie ein kleines afrikanisches Dorf aus.
Um 19 Uhr genossen wir den Sonnenuntergang auf einer Aussichtsplattform.
Km-Stand 108’620

So., 16.3.14, Khorixas-Swakopmund
Abfahrt um 9 Uhr von der gemütlichen „Dorfunterkunft“.
Nach ca. einer halben Stunde auf geteerten Strassen bogen wir ab auf die C35 bis Uis und weiter nach Hentiesbay.
Die Strasse war eine Stein-/Wüstenpiste (aber gut zu fahren).
Unterwegs sahen wir nur vereinzelt Tiere oder Tierherden.
Sehr interessant war ein kurzer Stop mitten in der Steppenwüste. Einfach einmal die Ruhe und Weite auf sich wirken zu lassen war phänomenal!
Auf der Weiterfahrt kamen wir nach einigen Kilometern an die Atlantikküste und weiter nach Swakopmund.
Auftanken und weiter zur Unterkunft „The Stiltz“. Die Lodge liegt an der Küste und bietet einen Blick über das Meer. Sie besteht aus auf Stelzen gebauten, riedgedeckten Chalets, die mit Holzstegen verbunden sind.
Km-Stand 108’940

Mo., 17.3.14, Swakopmund-Kalahari Wüste
SossusvleiAbfahrt um 9 Uhr ab Swakopmund südwärts. Wir fuhren auf der B2 nach Walvis Bay. Hier bogen wir ab Richtung Flughafen auf die C14. Nach kurzer Zeit, ziemlich genau auf Höhe Flugplatz wechselte die Strasse wieder in die gewohnte Sand-/Steinpiste. Wir passierten den Kuiseb- und den Ghaub Pass. Im Vergleich zur Schweiz natürlich kleine Anhöhen… Aber trotz allen kurvenreich und mit schönen Pausenstellen, wo die ganze Wüstenlandschaft überblickt werden kann. Auch ein Fluss mit Wasser konnten wir überqueren.
In Sesriem tankten wir auf. Dabei entdeckte der Tankwart, dass wir scheinbar Luft verloren im linken Hinterreifen. Nach allen Regeln der Mechanikerzunft wurde das Loch gefunden und fachmännisch geflickt. Ich wusste gar nicht, dass die Reifen gar keine Schläuche im Innern haben… Der geflickte Reifen diente ab dann als Ersatzreifen. Unser zweites Problem mit einer Anzeige wurde auch gleich behoben: Bremsflüssigkeit schien auszulaufen. Der Mechaniker schraubte etwa herum und das Problem war gelöst.
Nach Solitaire bogen wir ab Richtung Sossusvlei in der Namib-Wüste. Nach dem Bezahlen und der Registration fuhren wir 60 km auf geteerter Fahrbahn ans Ende des National-Parks.
Hier konnte man noch ca. 5 km weiterfahren auf richtiger Sandpiste (Offroad).
Dies hatten wir aber auf Anraten der anwesenden Tourguides unterlassen und liessen uns zum Grund einer Düne fahren zum Deadvlie. Hier stiegen wir aus und gingen eine der Dünen hoch. Dies erwies sich als sehr anstrengend in der Hitze (40 Grad). So schafften wir nur den Weg bis zu einem ausgetrockneten See. Ein wenig liefen wir noch weiter, mussten dann aber aufgeben. War ein spannendes Erlebnis.
Am Parkplatz wurden wir wieder vom Guide aufgenommen. Die bereis wartenden anderen Leute erzählten auf der Rückfahrt von ihren Erlebnissen, dass ihr Versuch, auf der Sandpiste zu fahren, fehlschlug und sie mit allen Mitteln versuchten, sich wieder freizuschaufeln…
Dann nahmen wir unsere Fahrt wieder auf zur C19 und zu unserer Übernachtunggelegenheit im Desert Homestead. Die Game Ranch liegt inmitten der roten Dünen der Kalahari Wüste. Wir freuten uns richtig auf das Abendessen. Die Ruhe in der Wüste war einmalig!
Km-Stand 109’450

Di. 18.3.14, Kalahari Wüste-Nähe Mariental

unendliche Wüstenfahrten
unendliche Wüstenfahrten

Nach einer warmen, heissen Nacht nahmen wir das einfache Frühstück ein und fuhren dann los nach Mariental. Die Fahrt verlief wieder auf Schotter-/Sandpisten und war sehr anstrengend. Einen Pass hatten wir zu überwinden (Tsaris-Pass) auf unserem Weg. Nach Maltahöhe war es eine Wohltat, auf einer geteerten, 110km langen Strasse bis nach Mariental zu fahren.
Tankstopp und dann waren es noch ca. 30 km bis zu unserer Unterkunft, der Bagatelle Kalahari Game Lodge. Die Lodge liegt inmitten der roten Dünen der Kalahari Wüste. Unsere Chalets sind auf Holzplattformen oben auf einer Düne gebaut. Hiervon genossen wir einen wunderschönen Rundumblick über die Landschaft.
Km-Stand: 109’750

Abends machten wir einen Ausflug zu Geparden (Cheetas). Der Tourguide fütterte dann die drei Tiere mit Frischfleisch. Die Tiere werden in einem grossen Gehege gehalten und betreut. Die Tiere sind hier in Pension.
Anschliessend fuhren wir auf eine Düne und genossen einen wunderschönen Sonnenuntergang mit Apero.

Mi. 19.3.14, Nähe Mariental

Cheetas
Cheetas

Christel und ich machten uns um 7 Uhr auf zu einer geführten Tour durch die riesige Farm. Die Landschaft sah sehr spannend aus mit dem roten Sand und den grünen Gräsern, welche die weitläufige Landschaft bedeckten.
Im hohen Gras sahen wir immer wieder Springböcke, Steinböcke, Straussen, Kudus, Orynx und sogar Giraffen.
Nach der zweistündigen Tour schmeckte das Frühstück hervorragend!

An diesem Tag genossen wir wieder das Nichtstun auf der Ranch. Sicher 500 Seiten gelesen – herrlich.
Am Abend wagte sich Christel auf einen Ausritt mit dem Pferd „Jamba“. Das Pferd sei so gutmütig gewesen, dass er fast mehr Gras frass als sich vorwärts zu bewegen. 😉 Auch sie genoss einen schönen, wolkenlosen Sonnenuntergang.

Do., 20.3.14, Nähe Mariental-Windhoek
Eine gemütliche Fahrt auf der B1 stand uns heute bevor. Die fast vierstündige Fahrt verlief auf geteerten Strassen.

Christel hoch zu Ross
Christel hoch zu Ross

Um ca 14 Uhr kamen wir in Windhoek an und checkten wieder im Guesthouse „Terra Africa“ ein.
Auf dem kleinen Ausflug zum Spar begegneten uns immer wieder Polizeifahrzeuge mit schwarzen Limousinen. Heute und dem folgenden namibianischen Unabhängigkeitstag war der nigerianische Staatspräsident zu Besuch. Selber sahen wir die beiden Präsidenten nie, aber wir vermuteten sie in den schwarzen Autos mit dem Kennzeichen “ GRN 1″.
In „Joe’s Beergarden“ assen wir zu Abend. Das Restaurant ist sehr zu empfehlen für seine Hausmannskost.
Km-Stand: 110’050

Fr., 21.3.14, Windhoek-Zürich
Abreisetag aus Namibia. Nach dem Frühstück fuhren wir zum Flughafen Windhoek und gaben unser Fahrzeug ab. Es war eine kleine Odysse, bis wir das Fahrzeug mit Benzin füllen konnten. War uns doch gesagt worden, dass wir es am Flughafen füllen könnten; aber hier wurden nur die Fahrzeuge durch die Vermietungsfirmen gefüllt. Na ja, mit einem Aufschlag von N$ 2 liessen wir es dann halt geschehen.
Km-Stand: 110’110

Abflug um 14.45 Uhr mit British Airways und Swiss via Windhoek nach Zürich. Der Flug verlief wieder angenehm und sicher.